Qigong in Frankfurt
- Susanne Schröder
- vor 5 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Warum langsame Bewegung mehr ist als Entspannung
Qigong wird oft mit sanfter Bewegung oder ruhigen Übungen verbunden. Für viele wirkt es auf den ersten Blick unspektakulär, gerade im Vergleich zu dynamischen Trainingsformen.
Doch Qigong ist ein eigenständiger Weg mit dem Körper in Kontakt zu kommen. Wer bei sulumé Qigong in Frankfurt praktiziert, sucht nach einer Form von Bewegung, die ordnet, reguliert und stabilisiert.
Was Qigong ist
Qigong stammt aus der chinesischen Bewegungstradition und verbindet langsame, fließende Bewegungen mit Atem und Aufmerksamkeit.
Im Mittelpunkt steht das Wahrnehmen von Bewegung im eigenen Tempo. Es ist nicht relevant ein Ziel zu erreichen.
Charakteristisch für Qigong sind:
langsame, wiederholende Bewegungsabläufe
aufrechte, entspannte Haltung
ruhige Übergänge zwischen den Bewegungen
eine bewusste Verbindung von Bewegung und Atmung
Qigong arbeitet mit Aufmerksamkeit und Kontinuität und nicht mit Kraft.
Warum langsame Bewegung wirksam ist
In einer stark beschleunigten Alltagswelt fällt es vielen schwer, langsamer zu werden. Gerade in der Bewegung. Hier setzt Qigong an.
Langsame Bewegung:
reduziert äußere Reizdichte
fördert die Wahrnehmung des eigenen Körpers
unterstützt innere Stabilität
schafft einen klaren Bewegungs- und Atemrhythmus
fördert die Körperwahrnehmung
Anders als leistungsorientierte Bewegung fordert Qigong mit weniger Anstrengung.
Diese Qualität macht Qigong besonders geeignet für Menschen, die Bewegung als regulierend statt als fordernd erleben möchten.
Qigong als körperorientierte Praxis
Qigong ist keine Technik, die „richtig“ oder „falsch“ ausgeführt werden muss. Im Vordergrund steht das Spüren:
Wie verlagert sich das Gewicht?
Wo entsteht Spannung, wo lässt sie nach?
Wie verändert sich die Atmung während der Bewegung?
Diese Form der Körperwahrnehmung unterscheidet Qigong von vielen anderen Trainingskonzepten. Der Körper wird nicht optimiert, er wird wahrgenommen.
Gerade diese Haltung schafft einen Zugang, der langfristig wirkt.
Für wen Qigong geeignet ist
Qigong richtet sich an Menschen, die:
eine ruhige Bewegungsform suchen
wenig Vorerfahrung mitbringen
sanft in Bewegung kommen möchten
einen Ausgleich zu mentaler Arbeit suchen
die Verbindung von Atem und Körper spüren möchten
Qigong ist nicht leistungsabhängig. Es gibt kein „schneller“, „höher“ oder „mehr“.
Das macht es besonders zugänglich. Unabhängig von Alter oder Kondition.
Qigong im Alltag integrieren
Qigong muss kein eigenes Zeitfenster von einer Stunde sein. Viele Bewegungen lassen sich auch in kurzen Sequenzen üben:
als bewusster Start in den Tag
als Unterbrechung langer Sitzphasen
als Übergang zwischen zwei Aktivitäten
Entscheidend ist die Regelmäßigkeit des Übens.
Qigong entfaltet seine Wirkung durch die regelmäßige Wiederholung, und nicht durch die Intensität, wie bei vielen anderen Übungsformen
.
Qigong als bewusste Gegenbewegung
In einer Kultur, die auf Beschleunigung und Effizienz ausgerichtet ist, wirkt Qigong fast widersprüchlich.
Gerade darin liegt seine Stärke. Qigong ist eine bewusste Gegenbewegung, hin zu Langsamkeit, Klarheit und innerer Ordnung.
Es lädt dazu ein, Bewegung als Erfahrung im Moment zu nutzen und nicht als Mittel zum Zweck.
Fazit
Qigong ist mehr als Entspannung. Es ist eine körperorientierte Praxis, die Bewegung, Atem und Aufmerksamkeit verbindet, ohne Leistungsanspruch.
Wer Qigong in Frankfurt praktiziert, findet eine Form von Bewegung, die stabilisiert, ordnet und leicht in den Alltag zu integrieren ist.



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